Beate Gütschow

 

 

 

Link: Beate Guetschow

 

 

 

Beate Gütschow: HC#4, C-Print,148x115cm, 2018, Courtesy: Barbara Gross Galerie, München; Produzentengalerie Hamburg; Sonnabend Gallery, New York. © Beate Gütschow, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

In ihrer neuen Werkgruppe „HC“ setzt Beate Gütschow eine Kombination von mehreren digitalen Werkzeugen ein: mithilfe digitaler Fotografie und Photogrammetrie nimmt sie vorgefundene Motive aus der gegenwärtigen Architekturumwelt auf, diese werden durch den Einsatz von 3D-Programmen (Cinema 4D) sowie digitaler Bildbearbeitung (Photoshop) am Computer in ein „fotografisch“ anmutendes Bild mit schlüssigem Illusionsraum montiert (Composing). Allerdings ersetzt Gütschow die gewohnte und erwartete, „fotografisch“ konnotierte Zentralperspektive durch die „unnatürliche“ Parallelperspektive des 3D-Programms. Sie bezieht sich hierbei auf die bildliche Darstellung von Gärten im Mittelalter und der Frührenaissance (unmittelbar vor der Erfindung der Zentralperspektive), der Titel „HC“ steht für „Hortus Conclusus“. Das historische Zitat wird von Gütschow als bewusste Wahrnehmungsbrechung eingesetzt, die fotografisch geprägten Sehgewohnheiten und damit einhergehenden (vermeintlichen) Gewissheiten werden vor dem Hintergrund der neuen digitalen Möglichkeiten einer nachhaltigen Hinterfragung unterzogen.

Text: Michael Reisch

 

 

 

 

Beate Gütschow: HC#4, C-Print,148x115cm, 2018
Courtesy: Barbara Gross Galerie, München; Produzentengalerie Hamburg; Sonnabend Gallery,
New York. © Beate Gütschow, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

 

 

Beate Gütschow: HC#5, C-print, 148x115 cm, 2018
Courtesy: Barbara Gross Galerie, München; Produzentengalerie Hamburg; Sonnabend Gallery,
New York. © Beate Gütschow, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

 

 

Beate Gütschow: HC#6, C-Print,148x115cm, 2018, Courtesy: Barbara Gross Galerie, München; Produzentengalerie Hamburg; Sonnabend Gallery, New York. © Beate Gütschow, VG Bild-Kunst, Bonn 2019