Arno Beck

 

 

 

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Arno Beck: Untitled, typewriter-drawing on japanese paper, 45x45 cm

 

Arno Beck erstellt seine Bilder mit einer Schreibmaschine. Er kombiniert vorgefundene Fotos (von z.B. Landschaften) mit grob gepixelten, grafischen Motiven aus älteren Computerspielen zu eigenen Kompositionen. Hierzu hat er ein System entwickelt, bei dem durch die Überlagerung von verschiedenen Buchstaben unterschiedliche Grauwerte erzeugt werden, das endgültige Bild wird dann in einem zeitaufwendigen Prozess zeilenweise von Hand „getippt“.
Obwohl es sich bei den so entstehenden Werken um technische Bilder handelt, werden weder die Fotografie, noch andere aktuelle digitale Werkzeuge und Verfahren direkt eingesetzt, diese werden vielmehr in einer Art Low-Tech-Haltung und durch Retro-Tech-Zitate thematisiert. Die digitale Rechenarbeit des Computers wird durch Becks körperliche Arbeit gespiegelt, das stoische Kopieren und „Abtippen“ jedes einzelnen „Pixels“ der fotografisch erstellten Bildvorlage gleicht die digital-maschinelle Zeit der Fotokamera und des Computers mit menschlichen Maßstäben ab.

Text: Michael Reisch