Aaron Scheer

 

 

 

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Aaron Scheer: DaNA IX, pigment ink on archival paper, 170x120 cm, 2018, Courtesy: Annka Kultys Gallery, London

 

 

 

 

 

Aaron Scheers Arbeiten der DaNa-Werkgruppe scheinen auf den ersten Blick durch digitale automatische Prozesse oder ablaufendene Computerprogramme entstanden zu sein. Sie erinnern z.B. an Glitches, chaotische Datenüberlagerungen oder algorithmische Abläufe und weisen stellenweise fotografisch-gegenständliche Anmutungen auf. Ihnen liegen allerdings keine real existenten Gegenstände, oder sonstige gegenständliche Bezugspunkte zugrunde. Vielmehr sind sie im technischen Sinne freie Bildschöpfungen, die Scheer mithilfe digitaler Bildbearbeitungs-Software kreiert. Als visuelle Referenz dienen ihm hierbei sowohl die digitale Welt des UX Design (User Experience Design), als u.a. auch analoge Maltechniken (Scheers biographischer Hintergrund ist die analoge, traditionelle Malerei). Sichtbar sind ausschließlich Scheers eigene, subjektiv-ästhetische Entscheidungen, die er mit digitalen „Zeichenwerkzeugen“ umsetzt und als Inkjet-Prints ausdruckt. Man könnte Scheers Arbeiten als Imitationen oder Nachempfindungen fiktiver digitaler Bilder bezeichnen, als mit digitalen Tools erstellte „Fake-Digitals“, er spricht selbst von „roh verzerrten malerischen Versionen von big data (raw distorted painterly version of big data)“.

 

Text: Michael Reisch

 

 

 

 

Aaron Scheer: DaNA V, pigment ink on archival paper, 120x85 cm, 2019, Courtesy: Annka Kultys Gallery, London

 

 

 

 

Aaron Scheer: aobe-suite (3), pigment ink on archival paper, 90x60 cm, 2019, Courtesy: Annka Kultys Gallery, London

 

 

 

 

Aaron Scheer: Safari, pigment ink on archival paper, approx. 33,7x27,3 cm, 2019, Courtesy: Annka Kultys Gallery, London